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Compliance · 27. Juli 2026

Kein Training mit Ihren Firmendaten: die Geschäftsabos von ChatGPT, Claude und Copilot im Vergleich

Ab welcher Bezahlstufe ChatGPT, Claude, Copilot und Gemini nicht mit Ihren Daten trainieren, was das kostet - und wann API oder Schweizer Cloud besser passen.

Autor

Reto Lutz

Gründer & KI-Trainer

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei OpenAI und Anthropic dürfen Inhalte aus Privatkonten ins Modelltraining fliessen; die Geschäftsstufen aller vier grossen Anbieter schliessen das per Voreinstellung aus.
  • Der Einstieg in die Geschäftsstufe kostet ab CHF 15 pro Nutzer und Monat (ChatGPT Business, jährliche Abrechnung); Claude Team liegt bei USD 20, Microsoft 365 Copilot bei CHF 24.30 zzgl. MwSt. (Stand 27. Juli 2026).
  • Datenresidenz in Europa gibt es bei OpenAI erst ab Enterprise, bei Anthropic gar nicht; Verarbeitung in der Schweiz bietet nur die Cloud-Route, dort mit älteren Modellen.
  • OpenAI und Anthropic stehen nicht im Register des Swiss-U.S. Data Privacy Framework (Abfrage vom 27. Juli 2026); ihre US-Übermittlungen stützen sich auf Standardvertragsklauseln.

Stand: 27. Juli 2026. Alle Preise, Trainings-Zusagen und Vertragsangaben in diesem Beitrag stammen aus den Preisseiten, Hilfe-Artikeln und Vertragsdokumenten der Anbieter und sind mit Abrufdatum versehen. Der Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung; bei Auslegungsfragen hilft eine spezialisierte Kanzlei oder der EDÖB. Quellen am Ende des Artikels.

Wer KI im Betrieb einführt, stellt früher oder später dieselbe Frage: Dürfen da Kundendaten rein? Die Antwort hängt weniger vom Werkzeug ab als vom Vertrag dahinter. Dieselben Modelle sind je nach Bezugsweg mit oder ohne Trainingsnutzung, mit oder ohne Auftragsbearbeitungsvertrag und mit oder ohne europäische Datenhaltung zu haben. Dieser Beitrag sortiert die Stufen: was die Geschäftsabos von OpenAI, Anthropic, Microsoft und Google kosten, was sie tatsächlich zusichern - und wann der API-Schlüssel oder eine Schweizer Cloud-Region der bessere Weg ist.

Die Trainingsgrenze verläuft zwischen Privat- und Geschäftskonto

Bei OpenAI und Anthropic dürfen Inhalte aus Privatkonten ins Modelltraining fliessen - und die Geschäftsstufen aller vier grossen Anbieter schliessen das per Voreinstellung aus. Wer mit dem privaten Login arbeitet, hat also ein Datenschutzproblem unabhängig davon, wie gut die Prompts sind.

Bei OpenAI betrifft das die Pläne Free, Go, Plus und Pro: “we may use your content to train our models”, schreibt OpenAI in der eigenen Hilfe; ein Opt-out ist über das Privacy Portal oder die Datenkontrollen möglich (abgerufen 27. Juli 2026). Zwei Fussnoten dazu: Temporäre Chats bleiben aussen vor, und wer per Daumen-Feedback bewertet, dessen Konversation kann trotz Opt-out verwendet werden.

Anthropic hat die Grenze 2025 nachgezogen: Mit der Anpassung der Consumer-Bedingungen vom 28. August 2025 mussten sich Nutzer der Free-, Pro- und Max-Pläne bis zum 8. Oktober 2025 entscheiden, ob ihre Chats fürs Training verwendet werden dürfen; für den Fall der Zustimmung kündigte Anthropic eine auf fünf Jahre verlängerte Aufbewahrung an. Die Regel gilt ausdrücklich auch für Claude Code, wenn es über ein privates Konto läuft.

Auf der anderen Seite der Grenze ist die Lage einheitlich: ChatGPT Business und Enterprise, Claude Team und Enterprise sowie Microsoft 365 Copilot verwenden Firmendaten standardmässig nicht fürs Training; Google sichert zu, Workspace-Daten nicht ohne Erlaubnis für Modelle ausserhalb von Workspace zu verwenden. Ein KI-Geschäftsabo ist die Vertragsstufe eines KI-Anbieters, bei der Firmendaten standardmässig nicht ins Modelltraining fliessen und ein Auftragsbearbeitungsvertrag enthalten ist - Letzteren sieht Art. 9 DSG für die Auftragsbearbeitung vor, dazu unten mehr. Diese zwei Zusagen kaufen Sie mit dem Stufenwechsel ein - und sie fehlen, wenn Mitarbeitende still mit Privatkonten arbeiten. Welche Folgen das hat, zeigt der Beitrag ChatGPT im Unternehmen: 6 Fehler.

01 · Privat-Abo

Training möglich

Inhalte dürfen per Voreinstellung oder nach vorbelegter Wahl ins Training. Kein Auftragsbearbeitungsvertrag.

02 · Geschäftsabo

Kein Training, ADV inklusive

ChatGPT Business ab CHF 15, Claude Team ab USD 20, Copilot CHF 24.30 pro Sitz und Monat.

03 · API

Kein Training, 30 Tage

Aufbewahrung bis 30 Tage, auf Antrag Zero Data Retention. Abrechnung nach Verbrauch.

04 · Cloud-Route

Verarbeitung in der Schweiz

Azure Switzerland North und Bedrock Zürich - dafür ältere Modellstände.

Vier Bezugswege für dieselben Modelle - die Datenschutz-Zusagen hängen am Vertrag, nicht an der Technik.

Was die Geschäftsabos kosten und zusichern

Der Einstieg in die Geschäftsstufe beginnt bei CHF 15 pro Nutzer und Monat: So viel kostet ChatGPT Business in der Schweiz bei jährlicher Abrechnung (CHF 19 monatlich, Minimum zwei Sitze; Preisseite, abgerufen 27. Juli 2026). Gekauft werden damit überall dieselben zwei Zusagen: kein Training auf Firmendaten und ein Auftragsbearbeitungsvertrag. ChatGPT Business hiess bis zum 29. August 2025 ChatGPT Team - wer den alten Namen sucht, sucht dasselbe Produkt. Business und Enterprise sind SOC-2-Typ-2-geprüft; die Enterprise-Stufe hat keinen Listenpreis und läuft über den Vertrieb.

Claude Team kostet USD 20 pro Sitz und Monat bei jährlicher Abrechnung, USD 25 bei monatlicher; der Premium-Seat liegt bei USD 100 beziehungsweise USD 125 (Preisseite, abgerufen 27. Juli 2026). Anthropic publiziert ausschliesslich US-Dollar-Preise, eine CHF-Liste gibt es nicht. Team und Enterprise bilden zusammen “Claude for Work” und sind von der Consumer-Trainingsregel ausgenommen; der Auftragsbearbeitungsvertrag ist per Referenz Teil der Commercial Terms und muss nicht separat verhandelt werden.

Microsoft 365 Copilot kostet in der Schweiz CHF 24.30 pro Benutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, zuzüglich Mehrwertsteuer (Schweizer Preisseite, abgerufen 27. Juli 2026) - als Add-on zu einem berechtigenden Microsoft-365-Plan, dessen Kosten dazukommen. Microsoft sichert zu, dass Prompts, Antworten und über Microsoft Graph abgerufene Daten nicht zum Training der zugrunde liegenden Modelle verwendet werden. Günstiger Nebeneingang: Copilot Chat ist für Nutzer mit Entra-Konto und berechtigendem Microsoft-365-Abo ohne Zusatzkosten enthalten, mit denselben Schutzzusagen (Enterprise Data Protection), aber ohne die Office-Integration der Bezahllizenz. Was vor der Freigabe eines Büro-Agenten zu prüfen ist, steht in der revDSG-Checkliste für Büro-KI-Agenten.

Google hat die Stufenfrage anders gelöst: Seit dem 15. Januar 2025 ist Gemini in den Business- und Enterprise-Plänen von Google Workspace enthalten, die separaten Gemini-Add-ons wurden eingestellt. Der Listenpreis für Business Standard liegt in der Schweiz bei CHF 14 pro Nutzer und Monat (Preisseite, abgerufen 27. Juli 2026; aktuell rabattiert beworben). Google erklärt, Workspace-Daten nicht ohne Erlaubnis zum Training der Modelle ausserhalb von Workspace zu verwenden.

AngebotPreis pro Sitz und MonatTraining auf FirmendatenADV
ChatGPT BusinessCHF 15 (jährlich) / CHF 19 (monatlich), min. 2 Sitzenein, per Defaultja
Claude TeamUSD 20 (jährlich) / USD 25 (monatlich)nein, per Defaultja
Microsoft 365 CopilotCHF 24.30 zzgl. MwSt. (jährlich), plus M365-Planneinja
Gemini in Google Workspacein Business/Enterprise enthalten (Business Standard: Listenpreis CHF 14)nein, ohne Erlaubnisja

Alle Angaben von den Anbieter-Preisseiten und -Dokumentationen, abgerufen am 27. Juli 2026.

Datenresidenz: wo die Abos an ihre Grenzen stossen

Wer verlangt, dass Daten in Europa oder gar der Schweiz gespeichert werden, stösst im Abo-Modell schnell an Grenzen - hier trennt sich die Business- von der Enterprise-Stufe. OpenAI bietet Datenresidenz in der Region “Europa (EWR plus Schweiz)” nur für ChatGPT Enterprise und Edu an, ohne Aufpreis, aber nur für neue Kunden; ChatGPT Business hat keine Residenz-Option (Hilfe-Artikel, abgerufen 27. Juli 2026).

Anthropic bietet für die Claude-Apps first-party gar keine europäische Datenresidenz an: Die Konfiguration kennt nur “US” und “global”. Wer US-only-Inferenz will, zahlt auf nutzungsbasierten Enterprise-Plänen einen Aufschlag von Faktor 1.1 auf die Token-Preise. Europäische Datenhaltung für Claude-Modelle gibt es nur über den API-Weg via Cloud-Plattformen, dazu gleich mehr.

Microsoft verspricht für Copilot die EU Data Boundary, die auch für Schweizer Kunden greift, und führt die Schweiz als eigene Rechenzentrums-Region mit Advanced Data Residency inklusive Copilot. Die Feinheit steht in der Doku: Gespeichert wird in der gewählten Region, aber die Modell-Aufrufe selbst können in andere Rechenzentren innerhalb der Boundary gehen - eine Europa-Garantie, keine Schweiz-Garantie. Die optional zuschaltbaren Anthropic-Modelle in Copilot sind von der EU Data Boundary ausgenommen und in Europa standardmässig deaktiviert.

Solche Details gehören in den Vertrag, nicht ins Vertrauen - und sie entscheiden mit, wie leicht ein späterer Anbieterwechsel wird. Die Vertragsseite vertieft der Beitrag Vendor-Lock-in bei KI-Plattformen.

Der API-Weg: kein Training, 30 Tage Aufbewahrung, auf Wunsch null

Für technische Teams ist der API-Schlüssel oft der direkteste Weg zu belastbaren Zusagen: Beide grossen APIs verwenden Kundendaten standardmässig nicht fürs Training - bei OpenAI gilt das seit dem 1. März 2023, bei Anthropic legen es die Commercial Terms fest (“Anthropic may not train models on Customer Content from Services”).

Bei der Aufbewahrung liegen beide nahe beieinander: OpenAI speichert API-Ein- und -Ausgaben bis zu 30 Tage zur Missbrauchserkennung, Anthropic löscht innert 30 Tagen. Beide bieten Zero Data Retention an - bei OpenAI nach Genehmigung für ZDR-fähige Endpunkte, bei Anthropic per Vereinbarung über das Sales-Team. Die Ausnahmen stehen im Kleingedruckten: Anthropics Spitzenmodelle Fable 5 und Mythos 5 verlangen zwingend 30 Tage Aufbewahrung und sind unter ZDR nicht verfügbar; von Sicherheitssystemen markierte Inhalte kann Anthropic bis zu zwei Jahre aufbewahren, auch unter ZDR. Einen Auftragsbearbeitungsvertrag gibt es auf beiden Plattformen; bei OpenAI ist für Schweizer Kunden OpenAI Ireland Ltd. Vertragspartnerin.

OpenAI hat zudem einen europäischen Endpunkt: API-Datenresidenz in der Region “Europa (EWR plus Schweiz)” über eu.api.openai.com, konfigurierbar pro Projekt - allerdings nur für neue Projekte, nach Freigabe modifizierter Abuse-Monitoring-Kontrollen und mit einem Modified-Retention-Zusatz zum Vertrag.

Die Kehrseite: Ein API-Schlüssel ist kein Arbeitsplatz. Es braucht ein Frontend - selbst gebaut oder von einem Drittanbieter, dessen Datenschutz dann ebenfalls zählt - plus jemanden, der Schlüssel, Kosten und Zugriffe verwaltet. Für ein Team, das einfach einen Chat-Arbeitsplatz will, ist das Geschäftsabo der kürzere Weg.

Cloud-Route: Schweizer Verarbeitung, aber ältere Modelle

Verarbeitung in der Schweiz ist möglich - aber nur mit älteren Modellständen. Azure OpenAI verarbeitet mit einem Regional-Deployment in Switzerland North Prompts und Antworten in der Geografie Schweiz; verfügbar sind dort aktuell GPT-4.1, GPT-4.1-mini, GPT-4o sowie Embedding- und Whisper-Modelle (Microsoft-Doku, abgerufen 27. Juli 2026). Die aktuelle GPT-5-Familie gibt es ab einer Schweizer Ressource nur als Global- oder EU-Data-Zone-Deployment - dann verlässt die Verarbeitung die Schweiz. Kundendaten werden auch hier nicht ohne Zustimmung fürs Training verwendet, und das Abuse-Monitoring lässt sich für geprüfte Kunden auf Antrag anpassen.

Bei AWS sieht es ähnlich aus: Amazon Bedrock hat mit eu-central-2 eine Zürich-Region, in-region laufen dort aber nur die älteren Modelle Claude 3 Haiku und Claude 3.5 Sonnet. Neuere Claude-Modelle sind ab Zürich nur über das Geo-Routing innerhalb Europas oder global verfügbar. AWS und die Modellanbieter verwenden Bedrock-Daten nicht fürs Training.

Google fällt für diesen Zweck aus: In der Vertex-Region Zürich (europe-west6) ist Stand 27. Juli 2026 kein generatives Gemini-Modell verfügbar, nur Embedding-Modelle - die nächstgelegenen Gemini-Regionen liegen in der EU.

Die ehrliche Zusammenfassung der Cloud-Route: Wer Schweizer Verarbeitung braucht, bekommt sie - und bezahlt mit ein bis zwei Modellgenerationen Rückstand. Ob der Anwendungsfall das verträgt, ist eine Kalibrierungsfrage, keine Prinzipienfrage.

Was das DSG verlangt - und warum der DPF-Status zählt

Das Schweizer Datenschutzgesetz lässt Auftragsbearbeitung nur vertraglich oder gestützt auf die Gesetzgebung zu (Art. 9 DSG) - im Verhältnis zum KI-Anbieter heisst das praktisch: Auftragsbearbeitungsvertrag, und den gibt es erst ab der Geschäftsstufe. OpenAI schliesst ihn für ChatGPT Business, Enterprise und die API ab, die persönlichen Abos bekommen keinen; in den Geschäfts-DPAs deklarieren sich die Anbieter selbst als Auftragsbearbeiter. Ein Privatkonto mit ausgeschaltetem Training bleibt damit rechtlich ein Privatvertrag ohne die Zusicherungen, die Art. 9 verlangt.

Für die Übermittlung in die USA zählt der Zertifizierungsstatus: Das Swiss-U.S. Data Privacy Framework ist seit dem 15. September 2024 in Kraft. Ich habe die Teilnehmerliste am 27. Juli 2026 abgefragt - Microsoft und Google sind mit aktivem Status zertifiziert, OpenAI und Anthropic stehen nicht im Register. Die beiden Letzteren stützen sich stattdessen auf Standardvertragsklauseln, die in den jeweiligen DPAs enthalten sind; Anthropic führt darin ein eigenes Swiss Addendum zum DSG. Der EDÖB hält fest, dass das DSG technologieneutral formuliert und damit auf KI-gestützte Datenbearbeitung direkt anwendbar ist.

Die vollständige Herleitung - welche Einsätze DSG-heikel sind, wann eine Datenschutz-Folgenabschätzung fällig wird und wie die fünf Grundpflichten operativ aussehen - steht im Grundlagen-Beitrag KI im Schweizer KMU einsetzen - rechtssicher und praxisnah.

Häufige Fragen

Reicht ChatGPT Plus mit ausgeschaltetem Training für den Firmeneinsatz?

Nein. Der Trainings-Schalter löst nur eines von zwei Problemen: Plus bleibt ein Privatvertrag ohne Auftragsbearbeitungsvertrag - also ohne die vertragliche Grundlage, die Art. 9 DSG für die Auftragsbearbeitung vorsieht. Dazu kommt die Feedback-Ausnahme - bewertete Konversationen kann OpenAI trotz Opt-out verwenden. Für Aufgaben ganz ohne Personendaten ist Plus dagegen unproblematisch.

Was ist der günstigste Einstieg mit sauberen Zusagen?

Wer Microsoft 365 im Haus hat, hat ihn schon: Copilot Chat ist in berechtigenden Plänen ohne Zusatzkosten enthalten, mit Enterprise Data Protection. Sonst ist ChatGPT Business ab CHF 15 pro Nutzer und Monat (jährlich, Minimum zwei Sitze) das günstigste dedizierte KI-Geschäftsabo - Stand 27. Juli 2026. Google Workspace Business Standard liegt mit enthaltenem Gemini zwar beim Listenpreis von CHF 14, ist aber eine Büro-Suite, kein reines KI-Abo.

Bleiben meine Daten mit einem Geschäftsabo in der Schweiz?

Nein. Die Abos bieten bestenfalls Europa: OpenAI speichert für Enterprise-Kunden auf Wunsch in der Region EWR plus Schweiz, Microsoft garantiert die EU Data Boundary - die Verarbeitung kann dabei überall innerhalb der Boundary stattfinden. Garantierte Verarbeitung in der Schweiz gibt es nur über die Cloud-Route, etwa Azure Switzerland North mit Regional-Deployment, und dort nur mit älteren Modellen.

Gilt die Consumer-Trainingsregel auch für Claude Code?

Ja. Anthropic nennt Claude Code in der Ankündigung der neuen Consumer-Bedingungen ausdrücklich: Läuft es über ein Free-, Pro- oder Max-Konto, gilt die Trainings-Wahl des Kontos. Auf Team- und Enterprise-Plänen sowie über die API ist Claude Code von der Trainingsnutzung ausgenommen.

Praxis-Fazit

Die Frage nach der richtigen KI-Abo-Stufe lässt sich auf drei Prüfungen verkürzen. Erstens: Sollen Firmendaten sicher aus dem Training raus? Jede Geschäftsstufe erfüllt das, schon ab CHF 15 pro Sitz. Zweitens: Fliessen Personendaten hinein? Dann braucht es den Auftragsbearbeitungsvertrag, den es nur dort gibt. Drittens: Verlangt ein Kunde oder eine Aufsicht Datenhaltung in Europa oder der Schweiz? Dann führt der Weg zur Enterprise-Stufe, zum EU-Endpunkt der API oder in eine Schweizer Cloud-Region - mit dem beschriebenen Modell-Rückstand als Preis. Umgekehrt gilt auch: Für ein Einzelunternehmen, das nie Personendaten eingibt, ist ein Privat-Abo mit Opt-out vertretbar.

Der nächste Schritt ist klein: Zählen Sie diese Woche, wer im Betrieb mit einem Privatkonto arbeitet, und rechnen Sie die Sitze gegen den Business-Preis. Meist liegt der Unterschied unter dem, was eine einzige Datenschutz-Anfrage an Aufwand kostet. Wenn Sie die Stufen-Entscheidung nicht allein treffen wollen: In meinen Team-Workshops gehört genau diese Kalibrierung - was reicht, was ist zu viel - zum Programm.


Quellen (geprüft 27. Juli 2026):

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