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KI-Stunde · Checkliste und Pilotskizze

Vier Fragen vor der Verwendung eines KI-Entwurfs.

Ein Einblick für Geschäftsleitung und Mitarbeitende: Lesen Sie die Anfrage, prüfen Sie den Entwurf und grenzen Sie mögliche Pilotaufgaben ein. Sie brauchen weder ein KI-Konto noch eigene Unterlagen.

Fiktives Beispiel aus dem Büroalltag

«Wir benötigen 12 Bürostühle. Können Sie bis Ende Oktober liefern? Bitte senden Sie uns Preis und Lieferbedingungen.»

Anfrage und Betrieb sind erfunden. Der fiktive Büroausstatter hat Modell, Preis, Bestand und Liefertermin noch nicht abgeklärt.

01Welche Daten gebe ich weiter?
Die Beispielanfrage enthält keine Namen oder vertraulichen Unterlagen. Im Betrieb klären Sie zuerst, ob Werkzeug und Datenart freigegeben sind. Bei Unsicherheit halten Sie die Eingabe zurück und fragen die verantwortliche Person.
02Was weiss das Werkzeug tatsächlich?
Die Menge ist bekannt. Modell, Preis, Bestand und Liefertermin fehlen. Ein plausibel klingender Entwurf kann diese fehlenden Angaben nicht ersetzen.
03Welche Aussage muss ich prüfen?
Vergleichen Sie den Entwurf mit freigegebenen Originalquellen. Besonders Zusagen, Zahlen und Termine benötigen eine bestätigte Grundlage. Bereitgestellte Quellen und ein zusätzlicher Kontrollagent können bei der Prüfung helfen; sie ersetzen weder den Quellenabgleich noch die menschliche Freigabe.
04Wer gibt das Ergebnis frei?
Der Entwurf bleibt ein Entwurf. Die zuständige Person prüft Inhalt und Ton, klärt offene Angaben und entscheidet, ob und in welcher Form die Antwort verwendet wird.

Die Grenze im Beispiel

«Die Stühle liefern wir Ihnen bis Ende Oktober» wäre eine erfundene Zusage. Nachvollziehbar bleibt eine Rückfrage: «Welches Modell und welche Anforderungen haben Sie? Preis und Liefertermin klären wir anschliessend ab.» Auch diesen Entwurf prüft eine zuständige Person vor dem Versand.

Die Checkliste hilft beim Einordnen. Sie erteilt keine Freigabe für ein Werkzeug oder bestimmte Unternehmensdaten und ersetzt keine betriebliche Regelung.

Drei Aufgaben für eine Pilotskizze.

Der fiktive Büroausstatter sammelt diese Kandidaten. Die Rollen sind Vorschläge, keine bereits benannten Verantwortlichen. Vor einem echten Versuch müssen Werkzeug, Daten und Freigaben geklärt sein.

  1. 01Eine Rückfrage zur Bürostuhl-Anfrage entwerfen

    Verantwortung klären: Verkaufsleitung. Prüfung: Keine erfundenen Preise oder Liefertermine; fehlende Angaben werden erfragt.

  2. 02Aus einer fiktiven Sitzungsnotiz eine Aufgabenliste erstellen

    Verantwortung klären: Teamleitung. Prüfung: Aufgaben, Zuständigkeiten und Fristen stehen in der Notiz; Unbekanntes bleibt offen.

  3. 03Eine freigegebene Arbeitsanweisung als Checkliste aufbereiten

    Verantwortung klären: Prozessverantwortliche Person. Prüfung: Alle nötigen Schritte und Ausnahmen sind enthalten; jeder Punkt ist an der Quelle prüfbar.

Nutzen und Aufwand festhalten: Vergleichen Sie die Bearbeitungszeit mit dem bisherigen Vorgehen, einschliesslich Quellenprüfung und Korrekturen. Notieren Sie Fehler, ausgelassene Angaben und nötige Nacharbeit. Ein schneller Entwurf allein belegt noch keinen Nutzen.

Geschäftsleitung und zuständige Fachpersonen: Legen Sie eine verantwortliche Person, erlaubte Werkzeuge und Daten, Erfolgskriterien, Abbruchkriterien und einen Nachschautermin fest.

Mitarbeitende: Arbeiten Sie im freigegebenen Werkzeug, prüfen und dokumentieren Sie Ergebnisse und melden Sie Unsicherheit. Weichen Sie bei einer Sperre nicht auf ein privates KI-Konto aus.

Die Skizze bereitet Abklärungen vor. Sie ist weder eine Werkzeugfreigabe noch ein betriebsbereites Pilotprojekt.

Mit dem Team gemeinsam verstehen.

Die KI-Stunde verbindet solche Fragen mit Grundlagen, Agents und Skills, Werkzeug- und Datenfragen sowie einem kleinen Pilotvorhaben: 60 Minuten, bis 20 Teilnehmende aus einem Unternehmen, ohne Eigenarbeit an Geräten.

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