- Wie passt das zum Lehrplan 21 und zum Gymnasialen Rahmenlehrplan 2024?
- Das Angebot deckt nicht den Lehrplan ab - das ist nicht unsere Rolle. Es liefert eine praxisnahe Auseinandersetzung mit generativer KI, die Lehrpersonen in ihre fachlichen und überfachlichen Kompetenzbereiche einbinden können. Sek II profitiert besonders, weil der Gymnasiale Rahmenlehrplan Informatik als Grundlagenfach verankert und die Querschnittsperspektive Digitalität setzt.
- Können wir das als schulinterne Weiterbildung (Q-Tag) anrechnen lassen?
- Wir haben keine kantonale Akkreditierung, deshalb gibt es kein Zertifikat. Als Beitrag zu einem Q-Tag, einer schulinternen Weiterbildung oder einem Fachschafts-Halbtag ist der Workshop dennoch direkt buchbar - die meisten Schulhäuser regeln das im internen WB-Budget oder über die Schulleitung.
- Wie unterscheidet sich das Angebot von PH-Weiterbildungen?
- Die Pädagogischen Hochschulen liefern akademische Einordnung, lernpsychologische Tiefe und ECTS-Anrechnung - das ist ihre Stärke. Wir liefern Material aus laufenden KMU-Mandaten und eine schulinterne Werkstatt, an deren Ende eine Hausordnung und überarbeitete Aufgaben stehen. Die Formate ergänzen sich, sie ersetzen sich nicht.
- Welche Datenschutz-Regeln werden berücksichtigt?
- Wir klären die kantonale Lage vor dem Workshop ab und verzichten in den Demos auf Schüler:innen-Personendaten. Wo Hands-on stattfindet, nutzen wir Werkzeuge ohne Login (Teachable Machine, Code.org) oder anonymisierte Beispiel-Daten. Die DSG-Anforderungen für Schweizer Schulen werden im Vorgespräch konkret durchgesprochen.
- Können auch Eltern-Anlässe gebucht werden?
- Ja, als Add-on zu einem Schulhaus-Workshop. Ein 60-Min-Eltern-Impuls am Abend, wenn das Kollegium tagsüber gearbeitet hat - inhaltlich erklärend, ohne Erziehungsberatung. Solo-Eltern-Anlässe ohne Schulhaus-Mandat bieten wir bewusst nicht an, weil dafür Pro Juventute und kantonale Fachstellen besser aufgestellt sind.
- Wie viele Klassen können an einem Tag besucht werden?
- Bis zu vier Klassen-Impulse hintereinander pro Tag, ab dem zweiten Impuls am gleichen Schulhaus mit reduziertem Tarif. Bei mehreren Klassen koordinieren wir vorab Reihenfolge und gemeinsame Inhalte mit der Schulleitung.
- Welche Tools nutzen die Schüler:innen während des Workshops?
- Im Klassen-Impuls überwiegend zuschauend - Reto demonstriert live, die Klasse kommentiert. Wo Schüler:innen selber probieren, kommen kostenfreie Werkzeuge ohne Login zum Einsatz. BYOD ist möglich, aber nicht zwingend.
- In welchen Sprachen läuft das Angebot?
- Deutsch (de-CH). Für Französisch oder Italienisch arbeiten wir mit qualifizierten Partnern, die das Curriculum übernehmen - bitte direkt anfragen.
- Wie funktioniert das Follow-up nach sechs Wochen?
- Eine kompakte Mail an die Teilnehmenden des Schulhaus-Workshops, die ihre eigenen drei Commitments aufgreift und kurze Reflexionsfragen stellt. Optional ein zweiter Termin als separater Auftrag, wenn das Kollegium das Thema vertiefen will.
- Was kosten Schulen ausserhalb des Grossraums Zürich?
- Innerhalb des Grossraums Zürich sind Reisekosten enthalten. Für andere Schweizer Regionen weisen wir An- und Abreise transparent aus, typischerweise CHF 150 bis 350 je nach Distanz mit ÖV.
- Wer steht im Workshop vor der Klasse?
- Reto Lutz, Gründer von ai-edu. Hintergrund: Schweizer KMU-Praxis, KI-Werkzeuge im täglichen Einsatz für Mandate aus Verwaltung, Beratung, Handwerk und Industrie. Keine Lehrdiplom-Ausbildung - das ist Teil der Selbstverortung. Wer eine PH-zertifizierte Dozentin oder einen wissenschaftlichen Vortrag will, ist hier nicht richtig. Wer einen Praktiker mit aktuellen Use-Cases sucht, schon.
- Können wir den Workshop fokussiert auf Maturaarbeiten buchen?
- Ja, das ist eine der häufigsten Varianten der 4-Std-Vertiefung. Statt breiter Hausordnung arbeiten wir an konkreten Maturaarbeit-Begleitformaten: Wie sieht Begleitung aus, wenn KI im Spiel ist? Was prüft eine Begleitperson noch sinnvoll, was nicht? Welche Auflagen kommunizieren wir den Schüler:innen? Welche Spuren-Sicherung ist realistisch?
- Wie passt das Format zu Berufsschulen?
- Berufsschulen sind eine starke Zielgruppe, weil die KMU-Brücke direkt greift: Lernende werden in Betrieben arbeiten, in denen wir KI bereits eingeführt haben. Inhaltlich rücken wir bei Berufsschul-Formaten den ABU-Bezug, betriebliche Compliance und konkrete Berufsbild-Aufgaben (Offerten, Protokolle, Recherche) stärker in den Vordergrund als bei Gymi-Klassen.
- Müssen sich Lehrpersonen vorbereiten?
- Eine Stunde reicht. Wir schicken vorab eine Mail mit zwei Demo-Prompts zum Selber-Ausprobieren und einem Hinweis, was an eigenem Material mitzubringen ist (eine konkrete Aufgabe oder Prüfung pro Person). Wer noch nie mit ChatGPT oder Claude gearbeitet hat, kann das im Workshop nachholen - die Werkstatt-Phase startet ab Null.
- Welche Materialien bleiben nach dem Workshop?
- Die im Workshop erarbeitete Hausordnung als Word- oder PDF-Vorlage, die drei umgearbeiteten Aufgaben pro Person als Foto-Protokoll, eine kompakte Folien-Zusammenfassung der Demo-Erkenntnisse, plus Links zu kuratierten Materialien (zebis IdeenSet, klicksafe, Day of AI). Kein Verkaufs-Material, keine Trial-Lizenzen, kein Newsletter.
- Wie sind die Storno-Bedingungen?
- Bis 4 Wochen vor dem Termin kostenfrei, danach gestaffelt: 4 bis 2 Wochen vorher 50 % der Pauschale, ab 1 Woche vorher 100 %. Verschiebung auf einen späteren Termin innerhalb von 6 Monaten ist jederzeit kostenfrei möglich, sofern uns der Verschiebungswunsch mindestens 1 Woche vorher erreicht.
- Wie läuft ein Eltern-Anlass als Add-on konkret ab?
- Optional an dem Abend, an dem tagsüber der Schulhaus-Workshop stattfand. 60 Min in der Aula oder einem grösseren Klassenzimmer: 20 Min Demo (was die KI gut kann, was sie erfindet), 20 Min Schul-Realität aus Eltern-Sicht (Hausaufgaben, Maturaarbeit, persönliche Sorgen) und 20 Min Q&A. Add-on-Pauschale: CHF 800. Wir liefern keine Erziehungs-Tipps - wir erklären, was die Werkzeuge können.
- Was wird beim Werkstatt-Block konkret umgearbeitet?
- Drei Tische parallel: Aufgaben-Redesign (eine bestehende Hausaufgabe / Übung wird KI-resistenter oder KI-bewusster gemacht), Bewertungs-Logik (eine Prüfung oder Maturaarbeit-Beurteilungsraster wird angepasst), und KI-gestütztes Korrektur-Feedback (wie kann KI Lehrpersonen bei der Korrektur entlasten, wo sind die Grenzen). Jede Person bringt eigenes Material mit, niemand arbeitet an einem Demo-Fall.
- Wie viel Vorlauf braucht eine Buchung?
- In der Regel 3 bis 6 Wochen vor dem Wunschtermin. Vorgespräch und schriftliches Angebot brauchen rund 1 Woche, Curriculum-Anpassung und Material-Vorbereitung weitere 2 Wochen. Kurzfristiger geht in Ausnahmefällen, bei Q-Tag-Planungen empfehlen wir 6-8 Wochen Vorlauf, damit der Termin in der Schulhaus-Agenda solide reserviert ist.
- Was haltet ihr von KI-Detektoren oder Plagiats-Polizei?
- Wenig. Detektoren produzieren False Positives, beschädigen das Schüler-Lehrer-Verhältnis und lassen sich technisch trivial umgehen. Wir empfehlen den umgekehrten Weg: Aufgaben so formulieren, dass KI ein Werkzeug wird, das deklariert sein muss, statt eines, das verboten wird. Im Workshop arbeiten wir an dieser Aufgaben-Logik, nicht an Detektions-Strategien.
- Können wir den Workshop für mehrere Schulhäuser zusammen buchen?
- Ja, im Format einer Schulhausverbund-Veranstaltung mit bis zu 40 Lehrpersonen aus zwei oder drei Häusern. Anpassung: weniger Werkstatt-Tiefe pro Person, dafür stärkere Fokussierung auf gemeinsame Standards. Pauschale auf Anfrage, üblicherweise zwischen den Sätzen für Einzel-Schulhaus und einer Tagespauschale.
- Wie sieht ein zweiter Termin als Folge-Workshop aus?
- Variante 1: Reflexions-Halbtag nach 3 Monaten - was hat sich seit dem ersten Workshop verändert, woran scheitert die Hausordnung in der Praxis, welche neuen Werkzeuge sind dazugekommen. Variante 2: Fachschafts-Vertiefung pro Fach (zum Beispiel Deutsch oder Mathematik) mit fachspezifischen Aufgabenformaten. Beide ab CHF 2'500 für 3 Std vor Ort.
- Wie unterscheidet sich das Angebot von Microsoft Education oder Google for Education?
- Hersteller-Programme sind tool-zentriert und tendenziell verkaufsorientiert - was natürlich ist. Wir sind tool-agnostisch und arbeiten mit dem, was im Schulalltag bereits da ist (oft Microsoft 365, manchmal Google Workspace, oft schlicht ChatGPT-Free). Im Workshop entscheidet die Schule, welche Werkzeuge auf der Hausordnung stehen, nicht der Hersteller.